Zum Nachlesen -

Das Gedicht am webRand

Januar 2020


Dezember 2019


Was uns in einem Jahr verbindet und erfüllt, nehmen wir mit in unsere Erinnerungen
 sie nähren die Zukunftsgedanken.

 

 

Erinnerungen

 

 Im Innern

erwachsen die kleinen

und großen Ichs

noch heute

aus Umarmung und Musik

 

blühen Bäume die gleichen Blüten

und der Duft von Großmutters

Rosinenkuchen ist wahr

wie die Uhr an der Wand

 

sich weiter dreht.

Rieselt auch der gleiche Sand

durch die eine Hand weiß

durch die andere warm

 

lebt für immer

was leben darf im Licht

jede Ecke der Seele

wie eine Rose

verinnert.

 

(© M. H. Maikind)

 

November 2019


Lädt uns nicht gerade die Novemberstimmung dazu ein über die

Schaukel des Himmels zu träumen?

 

 

Himmelsschaukel

 

Manchmal gelingt uns

der Schwung hinauf

ins tiefe Blau

vielleicht weil der Platz gerade frei wurde

auf der goldenen Schaukel

und wir in dem Moment

hinaufgeschaut haben?

 

Ich liebe die Verkehrtheit

dort oben, die Zeitlosigkeit

keine Pirouette

kein Kreisen im irdischen Strudel

nur Sein.

 

Und ich liebe es darin

mit dir den Klang-

farben unserer Leidenschaft

zu lauschen

den Atem der Welt

zu umsegeln, wissend über

die goldene Schaukel des Himmels.

 

(© M. H. Maikind)

 

Oktober 2019


Jeder Mensch trägt zwei Welten in  sich, das Gute, Göttliche und die Welt des Egos.

Manchmal sind wir auch mehr als zwei Welten...?

 

 

Anderszwei

 

Die Enten am Ufer

sind wie immer so frech

und so laut,

die Stimme

in meinem Innern

übertönen sie nicht.

 

Ich sitze auch heute noch gerne

am Fluss unserer Träume und lausche

dem Echo der Sehnsucht nach dem Einen

wie es leiser werdend

ins Andere verfließt.

 

Nun wälzst du nicht mehr deine Seele

im Puder des Anscheins

und hast die Freiheit gewählt

auf deiner Welle  zu segeln.

 

Der Flagge im Wind

winke ich zu mit einem sonnigen Lächeln

an einer Perle, die sich im Zwinkern löst.

 

 (© M. H. Maikind)

 

September 2019


Wie laut und grell sind wir Menschen diesem Planeten, und formen Sandwerke, statt Baumhäuser zu weben.

Wir vergessen in manchen Dingen oft die Kinder als Vorbilder zu sehen.

 

Das Lächeln über dem Sandwerk

 

Mit gähnendem Eifer

schlängelt der Vorhang

in die linke und rechte Ecke.

Die müde Dunkelheit verneigt sich

im aufsteigenden Licht

Gedränge, Gehupe und Schein

werfer im Grauen

der Tag bricht an.

 

Das Tier in der Ecke versteht

nicht das Getöse

und singt.

 

Und es tummeln sich weiter

auf der Bühne

vertraute Gesichter

die reden und rümpfen

und emsen und ecken

und lachen dahinter,

Masken wie Fratzen

starr nach System.

Tiefgang und Wärme

verbuddelt, verloren

in Angst gestriegelt

in fremder Moderne

die Zukunft verkauft.

 

Das Kind in der Mitte trägt

ein warmes Lächeln über dem Sandwerk

und sucht das Tier in der Ecke

zum Freund für die Nacht.

 

Mit gähnender Eile

zieht der Vorhang zur Mitte

ich sitze in der ersten Reihe

mein Eintritt bezahlt.

 

 (© M. H. Maikind)

August 2019


Die vielen kleinen Dinge am Wegesrand, könnten einen Gedichtband füllen... vielleicht öffnen wir dafür unsere Kinderherzen?

 

Ein Blümchen! - nur?

Wie leuchtet sein Gesicht

wenn es das Kind davor

mit staunend Herz anspricht.

 

Gezeichnet schlicht

von meisterlicher Hand

friedengenährt - Gedicht

im himmelsgrünen Band.

 

(© M. H. Maikind)

Juli 2019


Im leidenschaftlichen Gesang der Vögel erklingt die Unbeschwertheit dieses besungenen Momentes,

höre ich diesem in der Stille zu, tauche ich ein in ein wunderbares Geheimnis, nämlich

dass ich Teil davon bin...

 

 

Zeit

 

über die Dauer einer Regenwolke

der Sonne entgegenwarten

den Wassertropfen

die Hände hinhalten

und in der Stille der Vögel

der Seele folgen

inmitten dieser fließt

meine Zeit.

 

(© M. H. Maikind)

 

Juni 2019


Ich liebe die Rose,

denn sie lehrt mich behutsam mit ihr umzugehen.

 

 

Leben, wie die Rose

 

Lass uns sterben lernen

in allem, wie die Rose

den winterlichen Tod

mit einem letzten Duft begrüßt

bevor sie in seinen Armen einschlafen wird.

 

Sie lädt die Biene ein

in ihre Mitte

dass sie schöpfend

ihren Samt in die Welt trage.

 

Im Blühen liegt ihr Bumerang

zum göttlichen Universum

und flüstert ihr zu: liebe

dein Nächstes wie dein Leben

das dir geschenkt genommen wird

ob du es in die Sonne blühst

oder in das dankende Lächeln

eines Jubilars.

 

(© M. H. Maikind)

 

Mai 2019


 Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute eine Rose pflanzen.

(nach Martin Luther)

 

Mein Blumengarten

 

Eine volle Kanne Verliebtheit

nährte im Garten

die farbblinden Blumen

der Sonnenzeiten.

 

Anfangs konnte ich sie anlächeln

ihnen zuflüstern

mit ihnen träumen, sie

zwinkerten mir zu.

 

Am liebsten hatte ich mittendrin

den Wildrosenstrauch

er wuchs frei, verzweigt

nach Wildrosenlust.

 

Ich legte mich in seinen Schatten

der ausreichend still

war, den Blütenaufgang

im Dorn zu fühlen.

 

Und ich sang die Lieder des Winters

voller Hingabe

dem Blumengarten, nur

die Rose verstand.

 

(© M. H. Maikind)

April 2019


Im Frühling steckt die Kraft der Sehnsucht nach Leben

 

 

Sehnsucht

 

- ein Vogel

in einem Körper aus Liebe

mit Flügel wie Frühling

so frei wie ein Schweben

im Wind.

 

Sehnsucht - die treue

mit Fängen wie Flieder

bewegt Horizonte

und stillt lila Träume

im Lied.

 

(© M. H. Maikind)

März 2019


Jubiläum 20 Jahre Mondlandung
"Ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Schritt für die Menschheit!" Neil Armstrong

 

 

Perspektivenwechsel

 

Im Winkel

zwischen Engstirnigkeit und Gestirn

setze ich mich in den Staub

des Mondes und

gesunde.

  

(© M. H. Maikind)

 

Februar 2019


Ein neues Jahr einzigartig wie eine Schneeflocke...

 

 

Ein Jahr wie ein Schneestern

 

Ein Jahr wie

ein Schneestern auf der Reise

geboren

aus der Klarheit eines Regentropfens

wächst in seiner Einzigartigkeit

im Glück meines Staunens über

ein kleines Wunder

und taut auf

in meiner warmen Hand

eine Perle!

 

(© M. H. Maikind)

 

Januar 2019


In jedem Regentropfen liegt im Kern die Möglichkeit eines Schneesterns.

Geben wir unseren realistischen Träumen die Chance einen Hauch Himmel zu leben...

 

 

Sternstunde

 

Tanze Sternchen tanze,

und bringe mir vom Glanze

des Himmels einen Hauch.

 

Ich spür auf meiner Nase

die kleine Eissternblase

ein Tröpfchen Naß - das war´s?

 

Viel tausend Sterne streifen

die Wimpern und ein Weilchen

ist mir als wären lauter

Himmelsbröckchen um mich her.

 

 (© M. H. Maikind)

Dezember 2018


Wind, Wind, Wetterlaunen?

 

 

Wind, Wanderknabe

 

Wind, Wind, Wanderknabe

du scheuchst vom Feld die frechen Raben

die bleichen Blätter lässt du tanzen

und zwirbelst wüst die dürren Pflanzen

du fegst das Land bei Herbsteslaune

und schüttelst wild die alten Bäume

du rüttelst unser Dach bei Nacht!

Wer hat dir das bloß beigebracht?

 

(© M. H. Maikind)

 

November 2018


 Siebenbürgen - Süßes oder Saures?

 

 

Unterwald

 

Die Zeit der strammen Tannen

ist unter

Sträucher und Unkraut

versunken der Wald.

 

Ich rufe aus der Ferne

mit der Stimme eines Vulkans

die um sich herum ein Beben

auslöst Trotz

dem bleibt still

 

das Echo der Berge meiner

Erinnerungen die mich festhalten

in der Zeit

als Sträucher blühten

im Unterwald.

 

  (© M. H. Maikind)

   

Oktober 2018


 Die Natur im Wandel -

und der Mensch?

 

 

Zauber-Herbst-Zauber

 

Bist du es wieder

Magier der Farben?

Sind´s deine Noten

im Septemberschauer?

Willkommen Meister

male deine Lieder!

 

Die müde Sonne

grüßt mit kühlen Strahlen

die Schwalben schwatzen

vor der langen Reise

und auch der Fluß rauscht

trüb mit rauer Stimme

drum Künstler, teile

mit uns deine Wonne!

 

Ein neuer Schauer

feuchtet Wald und Felder

ein Engelsschleier

hüllt gestillte Erde

die Winde flüstern

Träume, kristalline

und alles Grüne

spiegelt Sonnenstrahlen

auf eigene Weise

wächst in Allem Zauber!

 

 (© M. H. Maikind)

 

September 2018


Jemand erzählte mir über eine Freundschaft:

...sie ergänzen sich so gut und wachsen durch Einander...

 

 

Zwei umwunden

 

Zwei Bäume des Weges

fast umwunden scheinen

die Kronen in der

Frühlingssonne.

 

Unter der Schattenhaube

hangeln die Jungen mit frischen

Blättern von einem Morgenstrahl

zum andern und tauschen

tausend Gedankenküsse.

 

Der Eine bleibt stehen -

graue Wolkenfäden vergittern

vor seinen Augen den Blick

wie sie sich auch dahinter

mit den Haaren verflechten -

und er wächst in seine Wurzeln.

 

Der Andere wiegt seine Äste

im Tanz mit den Wundergestalten

des Himmels und ab und zu

gelingt es ihm den Wolkenschmerz

und den tiefen Gesang der

Sonne zu fühlen.

 

Zwei Bäume am Wege

fast umwaldet

umwinden sie die Strahlen

der Abendsonne.

 

 (© M. H. Maikind)

 

August 2018


ICH bin ich, in den Farben meines Umfeldes...

 

 

Du bist das Bild

 

das sich malt

in der Wärme unserer Gänsehaut.

 

Du bist das Bild

das die schwarze Tusche erkennt

die Farben umkringelt

die in meinem Bild hungern

(manchmal zeichnet sie

die Konturen des blinden Fleckes nach

dass er Farbe bekenne)

das keine Angst hat, denn Schwarz ist

die Farbe der Erde, die der Regenbogen

sucht um nicht abzuheben.

 

Du bist das Bild

das leuchtet wie ein Stern

im Spiegel einer Quelle

und tief wie die Seele

im göttlichen Licht

schimmert es manchmal mehr

ins Blau oder Rot oder Grün.

 

Du bist das Bild

das wundervolle

Wandelbild durch mein Wandelicht.

 

(© M. H. Maikind)

 

Juli 2018


Siebenbürgen

traurige Geschichte, traumhafte Natur.

 

 

Altes Haus

 

siebzehnhundertund

Jahre bröseln

wie Abschiede tränen

ein liebes Lied weilt

heilt

 

 (© M. H. Maikind)

 

Juni 2018


Friedenslied

 

du liebst in andren Sphären

Bienentier wie immer

und heute

summst du dem Sonnenhut

die Melodie

die er nur blühen kann

als Freund

in diesen Sphären

 

 (© M. H. Maikind)